Heiraten im Wörlitzer Park

Das heutige UNESCO-Weltkulturerbe Wörlitzer Gartenreich mit seinen romantischen Parkanlagen und Architekturen ist ein wahr gewordener Gartentraum und einzigartig in Europa. Geht man hier spazieren wird man umgeben von „Liebe“, dabei ist der Ursprung zur Entstehung des Parks, eigentlich eine traurige Geschichte.

Fürst Franz hatte sich auf einer Reise nach England sehr verliebt und wollte daraufhin dort leben. Fürst Franz` Vormund verweigerte jedoch die Hochzeit mit seiner großen Liebe. Er wurde Luise zugesprochen, einer Prinzessin von Brandenburg-Schwedt. Diese heiratete er. Aber seine Liebe zu England blieb. Und nicht nur die Liebe zu England, sondern auch die Liebe zu Kunst, Kultur und Bildungswesen. So verwandelte Franz das 700 Quadratkilometer große Fürstentum in sein eigenes England. Jedem, der sich für den Garten interessierte, wurde Einlass, manchmal sogar eine Führung vom Landesvater höchstpersönlich gewährt – kostenlos. Der Park war immer schon ein Garten für das Volk und als solcher der luftige Teil des umfassenden Bildungsprogramms des Fürsten.

Weil Franz dabei gewissenhaft das Schöne mit dem Nützlichen verband und neben Ziergewächsen auch Kartoffeln und Obst anpflanzte, musste für den Landschaftsgarten zudem niemand Steuern zahlen. So ist die Bildungsreise durch Länder und Epochen, Kulturen und Philosophien die Leitidee dieses Parks ohne Zäune und Mauern. Seinen Aufenthalt in Neapel verewigte Franz, indem er die “Insel Stein” schuf. Sie imitiert die süditalienische Landschaft im Miniaturformat. Die nachgebaute Villa des Kunstsammlers und Vulkanforschers William Hamilton und den “Vesuv”, der an Festtagen sogar Feuer spie, umgeben Agaven und Feigen. Schwarzkiefern ahmen Pinien nach und lombardische Pappeln verbreiten italienisches Flair. Die jahrelangen Bildungsreisen boten Franz eine fast unerschöpfliche Quelle an Motiven und Inspiration, die er alle unterbringen wollte.

Aber wo in seinem bis ins Detail durchdachten Gartenreich war der Platz des Fürsten? Die Dessauer Residenz und das Wörlitzer Schloss, in dem die häuslichen Freuden mit Luise regieren sollten, behagten Franz nicht. Sein Refugium wurde das Gärtnerhaus. Die ehemalige Wohnung des Hofgärtners ließ der Fürst nach und nach in verschiedenen gotisierenden Stilen erweitern. Vom “Gotischen Haus” aus bewirtschaftete Franz die umliegenden Äcker, züchtete Seidenraupen und baute Obst an. Auf den Wiesen vor seinem Haus weideten Rinder. Schafe betätigten sich als Rasenmäher. Und hier verwirklichte Franz seinen ganz persönlichen Lebenstraum: Gemeinsam mit einer Bürgerin, der ihm zur linken Hand angetrauten Gärtnerstocher und ihren Töchtern lebte er wie ein englischer Lord im Kreise seiner Familie.

hochzeitsfotos-wiebke-marcel-77-by-francishesseWenn ich mit meinen Brautpaaren durch den wunderschönen Wörlitzer Park gehe, ist noch immer diese ganz spezielle „Magie“ zu spüren – Genau diese Magie will ich mit meinen Hochzeitsfotos einfangen!. Das erhabene Schloß, die romantischen Anlagen, die Architektur, so viele unterschiedliche Pflanzen und Gehölze… Mal ist man eingehüllt in dunklen Eiben, geht man einige Schritte weiter, so steht man auf einer großen Wiese, vor einer Obstallee oder einer serbischen Fichte.

»Hier ists jetzt unendlich schön. Mich hats gestern Abend wie wir durch die Seen Canäle und Wäldgen schlichen sehr gerührt wie die Götter dem Fürsten erlaubt haben einen Traum um sich herum zu schaffen…«, schrieb einst Goethe.

Besser kann man es heute nicht beschreiben. Heiraten in Wörlitz mit den passenden Brautpaarbilder im Wörlitzer Park und man hat auf ewig ein Stückchen gemeinsamen Traum geschaffen… „Wo eine Seele eine andere berührt, entsteht Liebe“